Leonie Rettig - Klavier/Piano
Biografie_H5A3935 copy_NL

Foto: Nikolaj Lund

 

Biografie

»Unerhörte Musikalität« Daniel Barenboim

»Ein gestalterisches Wunder … Schon die ersten Töne der Lisztschen h-Moll Sonate ließen aufhorchen. Leonie Rettig schlug den Beginn eines langen Klavierromans auf. … Im Nachklang zum vergangenen Liszt-Jahr gelang Leonie Rettig ein so überwältigendes Meisterstück, dass der Beifall erst Sekunden später einsetzte.« (Hannoversche Allgemeine Zeitung)

»Mit kontemplativ verinnerlichtem und zugleich hoch konzentriertem Engagement spielte, nein, zelebrierte Leonie Rettig Schuberts Klaviersonate B-Dur und Brahms’ Klaviersonate f-Moll. Tatsächlich hatte sie mit ihrem luziden Spiel eine Stimmung geschaffen, als ob die materiellen und zeitlichen Grenzen aufgehoben und geradezu transzendent wären.« (Südwestpresse)

Leonie Rettig ist eine herausragende Pianistin, die zweifellos zu den interessantesten Nachwuchskünstlern dieser Tage gehört. In ihr vereinen sich Technik, Intelligenz und eine ungeheure Musikalität auf das Allerfeinste.

1991 in Stuttgart geboren, wusste Leonie Rettig bereits als Kind genau, was sie wollte. In einem Interview, welches die Pianistin mit IDAGIO führte, beschreibt sie dies sehr eindrücklich: »Ich glaube nicht, dass ich jemals entschieden habe, Pianistin zu werden, außer vielleicht in dem Moment, als ich mich mit vier Jahren vor meiner Mutter aufbaute und ihr mit dem Brustton der Überzeugung erklärte, dass ich auch Pianistin werde. […] Vielmehr begleitete mich immer diese innere Sicherheit, und ohne sie jemals zu hinterfragen, war es für mich vollkommen selbstverständlich, diesen Weg zu gehen.«

In der Saison 2018/19 freut sie sich über eine Wiedereinladung nach Kanada zu einer Tournee mit Bernhard Gueller, mit dem sie Beethovens drittes Klavierkonzert interpretieren wird sowie auf ihr Berliner Orchesterdebüt in der Philharmonie mit dem zweiten Klavierkonzert von Johannes Brahms unter der Leitung von Stanley Dodds.

Konzerteinladungen führten die junge Pianistin zu wichtigen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem MiTo Festival in Mailand und Turin, außerdem zum Oberstdorfer Musiksommer, den Haigerlocher Schlosskonzerten, dem Leipziger Klaviersommer und dem Internationalen Kammermusikfestival Viana do Castelo; weitere Klavierabende gab sie u.a. in Portugal, Südafrika, der Ukraine, der Schweiz, in Argentinien und in der Accademia Tedesca Villa Massimo in Rom. Vom Publikum und der Presse begeistert gefeiert wurde sie für ein fulminantes Rezital im ausverkauften kleinen Sendesaal des NDR im Rahmen der Pro:Musica Konzerte in HannoverUnter dem Eindruck der Flüchtlingskrise organisierte sie 2016 ein Benefizkonzert zugunsten der UNICEF, das sie gemeinsam mit Freunden und der Schauspielerin Katja Riemann im Kammermusiksaal der Philharmonie in Berlin gab.

Für ihr Debüt mit Orchester im Alter von vierzehn Jahren wählte sie das Klavierkonzert von Edvard Grieg. Es folgten Konzerte mit den Nürnberger Symphonikern unter Lancelot Fuhry und der Landeskapelle Eisenach unter Carlos Chamorro Moreno. Im Frühjahr 2016 verzauberte sie in Kanada Publikum wie Orchester mit Ravels Konzert in G-Dur, das sie mit dem Symphony Nova Scotia unter der Leitung von Bernhard Gueller aufführte. Im darauffolgenden Jahr gab sie an der Universidad National de los Artes in Buenos Aires einen Meisterkurs.

Leonie Rettig studierte bereits mit 15 Jahren an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover bei Vladimir Krainev, einem Schüler des legendären russischen Musikpädagogen Heinrich Neuhaus. Klavierwerke von den Sonaten Domenico Scarlattis bis hin zur Klaviersonate von Henry Dutilleux sind Bestandteile ihres umfangreichen Repertoires, in dem Werke der Romantik einen Schwerpunkt bilden.

04. 10. 2018

 

 

 

Navigation