Leonie Rettig - Klavier/Piano
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Foto: Nikolaj Lund

 

Biografie

Eine »unerhörte Musikalität« bescheinigte Daniel Barenboim der jungen Pianistin Leonie Rettig, als sie ihm im Alter von 14 Jahren vorspielte, – heute gehört die Musikerin zu den »großen Nachwuchshoffnungen am Klavier« (NDR Kulturredaktion).

1991 in Stuttgart geboren, wusste Leonie Rettig bereits als Kind genau, was sie wollte. In einem Interview mit IDAGIO beschreibt sie dies sehr eindrücklich: »Ich glaube nicht, dass ich jemals entschieden habe, Pianistin zu werden […] Vielmehr begleitete mich immer diese innere Sicherheit, und ohne sie jemals zu hinterfragen, war es für mich vollkommen selbstverständlich, diesen Weg zu gehen.«

Konzerteinladungen führten Leonie Rettig zu Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Altmark Festspielen und dem MiTo Festival in Mailand und Turin; Klavierabende und Meisterkurse u.a. nach Kanada, Portugal, China, Südafrika, Zypern, in die Ukraine, die Schweiz, nach Argentinien und Italien. Leonie Rettig spielte mit Orchestern wie den Nürnberger Symphonikern, der Landeskapelle Eisenach, erhielt eine Einladung des Helsingborg Symphony Orchestra und war mit dem Dirigenten Bernhard Güller und dem Symphony Nova Scotia und Symphony New Brunswick in Kanada auf Tournee.

Sie ist zudem begeisterte Kammermusikerin: Zu ihren Kammermusikpartnern gehören Tanja Tetzlaff und Elisabeth Kufferath, der Posaunist Hannes Dietrich und Solisten des Symphony Nova Scotia mit denen sie bei einem Festival in Kanada u.a. Schuberts Forellenquintett aufführte. Weitere Einladungen erfolgten im Rahmen des Beethovenfestes Bonn und verschiedentlich mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker: Mit der Geigerin Anna Mehlin spielte sie ein Lunchkonzert und im Trio mit dem Cellisten David Riniker bei einer Veranstaltung vor dem Bundespräsidenten, im kommenden Herbst folgt ein Konzert mit dem Geiger und Dirigenten Stanley Dodds und aktuell tritt sie mit dem Klarinettisten Alexander Bader und dem Cellisten Richard Duven im Rahmen der Osterfestspiele 2020 in Baden-Baden sowie beim darauffolgenden Beethoven-Marathon im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin auf.

Eine vom Altphilharmoniker Rudolf Weinsheimer und Gründer der 12 Cellisten gesponserte Aufnahme der B-Dur Sonate D 960 von Schubert und Liszts h-Moll Sonate im Kammermusiksaal der Philharmonie wurde 2018 zunächst exklusiv auf der Streaming-Plattform IDAGIO veröffentlicht, im Frühjahr 2020 erscheint sie als Bonus-CD zusammen mit 25 berühmten Klavierkonzerten in der attraktiven DVD-Edition Piano Concertos beim Label EuroArts. Für diese Edition schrieb Leonie Rettig eigens einen umfangreichen und alles andere als alltäglichen Booklettext. Überhaupt spielt das Schreiben neben ihrer pianistischen Tätigkeit eine große Rolle und sie veröffentlicht regelmäßig Texte auf ihrer Website. Dabei bezieht sie auch zu politischen Themen Stellung und engagiert sich in verschiedenen sozialen Projekten: So spielte sie 2013 für die Deutsch-Israelische Gesellschaft ein Benefizkonzert, das wegen wiederholter Drohungen unter Polizeischutz gestellt werden musste. 2016 organisierte sie unter dem Eindruck der Flüchtlingskrise 2015/16 ein Benefizkonzert zugunsten der UNICEF im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, für das sie als Mitwirkende nicht nur die Schauspielerin Katja Riemann gewinnen konnte, sondern auch die Schirmherrschaft unter Frau Prof. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien. Sie spielte mehrfach für die Aktion 100.000 in Ulm und engagierte sich darüberhinaus selbst aktiv in der Flüchtlingshilfe.

Leonie Rettig studierte in Hannover bei Vladimir Krainev, Schüler des legendären russischen Musikpädagogen Heinrich Neuhaus. Ihr umfangreiches Repertoire umfasst Werke von den Sonaten Domenico Scarlattis bis hin zur Klaviersonate von Henry Dutilleux. (Stand 03/2020)

27. 06. 2020

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